In Teufels Küche - Folge 3

Eingetragen am 15 Februar 2010 von Tussi de Luxe
in der Kategorie Des Teufels Küche, SM ist eine todernste Sache ;-) |

Hier ist er wieder der unvergleichliche Null-Sterne-Koch aus dem Ruhrgebiet. Er würzt wieder mal mit Humor und einer ordentlichen Portion Perversion. Ob’s schmeckt? Nun, das müsst ihr alleine herausfinden. Nachkochen und Feedback abgeben.

Alle Rezepte sind ohne Gewähr und das Ausprobieren erfolgt auf eigene Gefahr.

Dennoch - viel Spaß und gutes Gelingen

Eure Tussi de Luxe

Alles Käse

Fer de Lance schreibt Ihnen:

Das was jetzt kommt kennt jeder von uns. Da ist man schön mitten in der Session. Alles ist in Ordnung. Es ist nicht zu warm und nicht zu kalt. Keine hatte vorher übermäßig Stress. Jeder hat sich drauf gefreut. Aber irgendwie läuft es nicht.

Beide… oder alle… sind aber keine Anfänger mehr und deswegen macht man erst mal weiter. Man nimmt etwas Druck raus oder macht ein paar Dinge nur minimal anders. Und dann passiert es. Aus dem, wo man sich zunächst sicher war, dass es eine Lari-Fari-Nummer werden würde, entsteht dieser unglaubliche Flow. Diese traumartige Sequenz, bei der man alles im Griff hat und es dennoch so federleicht ist, dass man eigentlich sein eigener Beifahrer ist. Der Punkt, wo unsere Nummer hier zur reinen Meditation wird.

Ich denke, ihr wisst was ich meine. Und woran liegt das dann? Die Frage einfach so und gleichzeitig auch abschließend beantworten zu können wäre zu einfach und würde dem Erlebten sicher nicht gerecht werden. Man könnte dann ja immer den Schalter umlegen und wäre auf Kommando im siebten Himmel… und das auch noch vollständig drogenfrei. Aber, sehr oft sind es die einfachen Dinge die etwas Großes entstehen lassen.

Gut. Genug philosophiert. Man hat mir hier den Posten des Chefkochs verpasst. Und demzufolge ist es meine Aufgabe dafür zu sorgen, dass ihr nicht vom Fleisch fallt und dabei der eine oder andere seine meditativen Bemühungen möglicherweise auch im kulinarischen Sinne ertüchtigt. Und das kann auch sehr einfach sein. Achtung, jetzt festhalten. Na? Also los.

Die Rede ist… von… Parmesankäse… mit… Balsamico-Essig. Mehr nicht! Du nimmst ein schönes Stück Parmesankäse. Das Original ist unter dem Namen Parmigiano-Reggiano gesetzlich geschützt. Von diesem Stück hobelst du dünne Scheibchen ab. Etwa so von der Dicke, wie man sie in besseren Restaurants bekommt, wenn man Carpaccio bestellt. Von den Scheibchen legst du fünf oder sechs auf einen Teller und träufelst Balsamico-Essig darüber.

Der sollte natürlich nicht dieser fiese Säuerling sein, bei dem man sofort Magengrimmen bekommt. Es lohnt sich, einen kleinen, zweistelligen Betrag hierfür zu investieren. Wer derartigen Mut beweist, wird einen hoch bekömmlichen Essig erhalten, der zwar eine gesunde Säure aufweist, allerdings mit einer angenehmen Süße im Nachgang überrascht. Diese Süße verbindet sich mit dem salzigen Parmesan und beweist eine alte Regel des kulinarischen Abschmeckens. Überall dort, wo Salz drankommt gehört auch ein wenig Zucker.

Dann spielt und genießt mal schön.

Der Autor: Fer de Lance, ein typischer Kerl aus dem Ruhrgebiet. Held des Alltags, Freizeitkoch und Charmeur der alten Schule. Seine rauhe, pöttlerische Ausdrucksweise gibt seinen Rezepteschreibungen die Würze.

Kommentare

2 Kommentare vorhanden für “In Teufels Küche - Folge 3”

  1. elctra schrieb am 18 Februar 2010 um 2:48 pm

    Muss ich mal probiere…

  2. steffi schrieb am 10 März 2010 um 11:52 am

    Menno, da krieg ich schon wieder Hunger. Und dabei soll ich nur Sachen essen, die dick machen.

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Ohje, das kann ich nicht lesen. Bitte, generiere mir