Bootcamp Teil 2

Eingetragen am 18 Juni 2010 von Tussi de Luxe
in der Kategorie Aus der Szene, BDSM-Geschichten |

Bootcamp - Ein Erlebnis in Neun Teilen - 2. Teil

Die folgende Geschichte ist die Nacherzählung eines Camps welches so tatsächlich stattgefunden hat. Nichts davon ist erfunden – aber Manches ist ausgelassen. Ich beschränke mich auf das was ich erlebt habe und natürlich stellt es ausschließlich meine Sichtweise der Dinge dar. Manches habe ich als zu privat eingestuft und überhaupt nicht erzählt. Die, anstatt der Namen, verwendeten Initialen, haben keinen Bezug zu den tatsächlichen Namen. A,B und C sind die Aktiven, M ist die neutrale Beobachterin, Y und Z zwei Passive, so wie ich.

Teil 2

Schließlich kam M wieder und zeigte sich entrüstet darüber, dass wir noch gar nicht ausgezogen wären. Ich bin mir immer noch nicht sicher ob wir das wirklich falsch verstanden hatten, oder ob die zwei Strafpunkte fürs Nicht-Ausziehen schon gleich mit einkalkuliert waren. Also haben wir uns, nach ein bis zwei ungläubigen Fragen, ausgezogen und durften dann endlich auch in die Sonne – standen dort aber auch ein wenig unsicher und bedröppelt im Hof wo A, B und C uns schon erwarteten, um uns gemeinsam durch die folgenden 24 Stunden zu führen. M stand mit dem Fotoapparat bereit und knipste gleich drauf los. Sie hatte außerdem den Part des neutralen Beobachters.

Es gab eine Ansprache von C – ein bisschen improvisiert - über das was uns erwartet und was wir sind, nämlich Nichts! Irgendwie war mir noch nach Lachen, gemischt mit der Peinlichkeit da nackt umherzustehen. Noch war das Mitmachen eine reine Willenssache – und ich wollte dieses Spiel ausprobieren.

Unsere „Aufsätze“ waren bewertet worden und ich bekam zum ersten Mal den Titel „Musterschüler“ - immerhin mit einem „befriedigend“ - der mich die nächsten 24 Stunden begleiten sollte und meist nicht unbedingt schmeichelhaft gemeint war. Nacheinander durften wir uns dann von B gründlich mit dem Gartenschlauch reinigen lassen. Anschließend wurden die Strafpunkte für die Aufsätze und für’s Nicht –Ausziehen von A mit der Peitsche abgegolten. 
Für mich war es die erste Bekanntschaft mit einer Peitsche und ich war mehr als nur ein bisschen angespannt. So aus dem Nichts heraus fand ich es ziemlich heftig – vor allem nachdem ich bei Y schon zugeschaut hatte. A allerdings kam nach ein paar Schlägen zu mir und frage ob es ok sei – er könne mich überhaupt nicht einschätzen. Ein sehr schöner Zug, der es mir möglich machte, mich auf des Spiel einzulassen – und mich nicht im mindesten aus der noch ungewohnten Rolle kippen lies.
Als Musterschüler hatte ich dann die Ehre mich bei A auf Knien zu bedanken – verdammt, ich kann noch nicht mal einen einfachen Satz den man mir vorsagt behalten! C half mir weiter, was hat mich mehr gewurmt hat, als die Aktion an sich. 
Wir bekamen unsere T-Shirts zurück und einfache One-fit-all Hosen mit schmeichelhaftem Schnitt in schickem, gedeckten grün und weil C so ein Menschenfreund ist auch noch einen Gürtel in Form eines Stückes Strick. Zur Stärkung des Teamgeistes wurden wir mit einer Kette um die Hüften aneinander gekettet und man erklärte uns die Grundzüge der militärischen Fortbewegung, die wir mehr oder weniger (eher weniger) erfolgreich nach einigem Üben umsetzten.

Der erste Ausflug ins wunderschöne Gelände stand an – schade, dass wir davon nicht viel mehr sahen, als Dreck gemischt mit Pferdemist direkt vor unsere Nase. Diese tiefste Gangart hat etwas ziemlich Erdverbundenes und ist dabei auch noch höllisch anstrengend. Beim zweiten sich-in-den-Mist werfen ist es dann auch schon egal und Dreck verdeckt die mangelnde Sonnenbräune. 
Beim Endspurt im Kriechen habe ich meinem vorläufigen Titel „Musterschüler“ alle Ehre gemacht und wurde Erster (ich bin doch sonst nicht so ein Streber? ). Als Belohnung habe ich eine von C selbstgedrehte Zigarette bekommen – und wir alle ein bisschen Zeit zum Ausruhen um anschließend es ein kleines Fitnessprogramm mit Kniebeugen und Liegestützen (kann ich nicht – also zumindest keine richtigen) zu absolvieren.

Y hob sich als Sportler von Z und mir um Welten ab. Mein Neid war ihm sicher – auch ein bisschen auf diesen unglaublichen Ehrgeiz im sportlichen Bereich. Danach ein bisschen laufen, was auch Dank Zs und meiner nicht vorhandenen Kondition eher kürzer denn länger ausfiel.

Fortsetzung folgt…

Kommentare

1 Kommentar vorhanden für “Bootcamp Teil 2”

  1. Kathrin schrieb am 6 Juli 2010 um 12:44 pm

    da freue ich m,ich schon auf die Fortsetzung ;-)

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